23 Jahre & 20 neue Vorsätze

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Ich bin eigentlich kein Bucket-List-Schreiber, da diese bei mir immer viel zu schnell in Vergessenheit geraten, aber…
hier sind 20 Ziele oder Vorsätze die ich im kommenden Jahr verwirklichen möchte, oder zumindest versuche.

Dinge die ich im nächsten Jahr machen will.

1. Italienisch lernen
Neugieriger Mensch: Ach du wohnst in Paris ? Was machst du denn da ?
Ich: Ich studiere dort.
Neugieriger Mensch: Ach so und sprichst du denn französisch ?
Ich: (Nein mandarin und albanisch, so wie jeder in Frankreich) Ja
Neugieriger Mensch: So richtig fließend ??

So oder so ähnlich laufen solche Unterhaltungen ab. Mal abgesehen davon, dass ich die Frage ob ich französisch spreche, wenn ich in Frankreich wohne mehr als absurd finde, ist die Frage wie viel französisch ich denn nun spreche auch nicht gerade einfallsreich.

Keine Ahnung ob ich fließend spreche oder nicht, aber es fällt mir zunehmend einfacher, so einfach, dass ich mich mit fremden Menschen einfach im Park unterhalten kann. Und das obwohl ich in der Schule immer recht mies war. Mein Jahr endete meistens mit einer 3 oder 4 in frz, einen anständigen Satz konnte ich damals nicht zusammen setzen.

Das Sprechen in der Schule mit den anderen und tatsächlich auch der französische Unterricht hat mir sehr geholfen und es zur Normalität gemacht. Was mir dagegen, aber überhaupt nicht gebracht hat war der Sprachkurs im ersten Semester. Der Lehrer hat einfach viel zu viel Wert darauf gelegt, dass man sich zu 100% korrekt ausdrückt. Für mich geht es viel mehr darum, einen möglichst großen Wortschatz aufzubauen & die wichtigsten Grammatikalischen Formeln zu beherrschen, damit mich die Menschen verstehen. Dass ich mal “der” oder “die” vertausche finde ich persönlich nicht besonders tragisch.

Ich habe Blut geleckt. In diesen 6 Monaten habe ich so spielend einfach, ganz nebenbei französisch gelernt ohne etwas dafür zu tun. Nun will ich weitere Sprachen lernen.

Im Oktober starte ich erstmal mit italienisch, worauf ich mich schon sehr freue ! Kaum zu glauben, da ich noch nichtmal ein Jahr hier wohne, aber ich könnte mir durchaus vorstellen auch mal nach Italien zu ziehen für eine Weile, um die Sprache zu festigen.

Und wenn ich erst einmal italienisch kann, dann ist spanisch auch nicht weit..

2. Alle Hobbies unter einen Hut bekommen
Bloggen, Malen, Sport, Stricken, Häkeln, Lesen.. da wird das mit den 24 h schon mal eng

3. So viele Sonnenuntergänge wie möglich sehen und festhalten
..am liebsten auch Sonnenaufgänge, aber das ist im Sommer echt hart !

4. Mindestens ein Jahr lang keine Haare färben
Warum genau ein Jahr ? Um mich an meine natürliche Haarfarbe zu gewöhnen. Sieht man etwas lang genug, gewöhnt man sich daran und hat am Ende oft gar nicht mehr das Bedürfnis es zu ändern. (Ich wünschte da könnte ich auch über meine Nase sagen)

Ich bin so froh, wenn das letzte bisschen blond bald auch aus meinen Haaren raus ist..ihr glaubt’s nicht. Blond egal wie blond, selbst wenn nur ein bisschen, ist einfach aggressiv und lässt schönes Haar zu Stroh werden.

5. Sich nicht über Dinge aufregen, die man selbst nicht ändern kann
Das befolge ich tatsächlich schon ein einer Weile und hoffe weiter dran zu bleiben.

Was meine ich damit genau ?

Bsp 1: Die Bahn streikt und ihr wisst nicht wie ihr zur Schule, Arbeit oder wo auch immer hin kommen sollt. Anstatt die Zeit mit fluchen zu verbringen, an einer Lösung arbeiten. Gibt es keine Alternative um dennoch ans Ziel zu kommen. Sieh’s positiv, du hast jetzt Zeit für andere Sachen, die du sonst nach der Arbeit/Schule hättest erledigen müssen.

Bsp 2: Man hat einen wichtigen Antrag eingereicht, aber ein Formular hat gefehlt. Durch das Nachreichen des Formular’s verzögert sich die Bearbeitung weitere 4 Wochen. Was bringt es jetzt aber zu sagen “Ja hättest du mal direkt richtig gelesen oder deine Unterlagen auf Vollständigkeit kontrolliert.” Solche Schuldzuweisungen sind sinnlos, da es ja nun schon passiert ist. Man kann es nicht mehr änder. Ist halt so !!

Aus Fehlern lernt man..also zumindest im besten Fall.

6. Wieder regelmäßig ins Gym gehen
Den Vorsatz hätte ich ja theoretisch von Tag 1 an gern in die Tat umgesetzt, wären die Verträge hier nur nicht so krank teuer.. mööp

7. Ziel für’s dritte Semester: Anstehende Aufgaben so schnell wie möglich erledigen
..oder zumindest damit anfangen.
Meistens bringe ich Aufgaben zu Ende sobald ich damit angefangen habe. Ewiges schieben verursacht unnötigen Stress und schadet meinen Fingernägeln.

8. 15 Minuten Ritual jeden Tag einhalten
15 Minuten bevor ich ins Bett gehe, oder 15 Minuten nach dem Aufstehen am Morgen räume ich auf, wasche Geschirr, mache Wäsche oder andere häusliche Arbeiten – zumindest meistens.
Aufgrund der Hitze im Moment und der Tatsache, dass ich nun abends auch immer noch sehr spät laufe, bin ich einfach hinüber. Naja und morgens halte mich leider nicht immer an meine eigenen Regeln.

9. Eine für mich akzeptable Blogging Routine finden
..wie auch immer diese aussehen mag. Ihr als Zuschauer seht immer nur das fertige Ergebnis, und  auf den ersten Blick sieht es vielleicht nur aus wie ein paar Worte und ein paar Bilder, aber es ist so viel mehr. Und selbst wenn man nur zwei bis drei qualitativ hochwertige Beiträge in einer Woche veröffentlichen möchte, wird das einstige Hobby schon zum full time (Hobby) Job

10. 10 Kilometer laufen !
Ihr wisst es, das Lauffieber hat mich wieder gepackt..

11. Ein Upholder werden

Ich habe kürzlich angefangen “The Four Tendencies” von Gretchen Rubin zu lesen, wo es um 4 Stereotypen geht. Ich bin zwar erst auf Seite 18, dennoch denke ich der “Obliger” zu sein. Meets outer expectations, Resists inner expectations. Heisst, ich versuche Deadlines was Schule Arbeit etc anbelangt (also offizielle Dinge) immer so gut wie möglich einzuhalten und beste Arbeit zu leisten, wofür ich mich meinen inneren Anforderungen widersetze.

Bsp: Ich muss am nächsten Morgen eine Arbeit abgeben, aber ich arbeite derzeit auch an meinem persönlichen sportlichen Zielen. Da ich aber nun einmal die äußeren Anforderungen als wichtiger empfinde stelle ich meine eigenen Ziele zurück und anstatt Sport zu machen sitze ich zu Hause und versuche eine gute Arbeit für die Schule abzuliefern.

Das klingt beim Lesen sehr selbstverständlich und in Ordnung. Wiederum ist es aber auch “nur” Schule. Ich sage mir zwar immer, dass mein Ziel ist zu bestehen, da die einzelnen Noten eh niemanden interessieren, dennoch setze ich dafür oft meine eigenen Interessen zurück. Das soll nicht mehr sein.

Im Idealfall würde ich mich gern zu einem Upholder werden, also jemanden der sowohl den äußeren als auch inneren Anforderungen gerecht wird.

12. Vor 0 Uhr schlafen

Als ich noch um 5 Uhr aufstehen musste war das deutlich einfacher. Da ich nun aber erst 9 Uhr das Haus verlassen muss, bleibe ich leider zu oft zu lange wach und der Miracle Morning kostet mich mehr Kraft, als er mir gibt.

13. Endlich diese blöden Bauchmuskeln bekommen (und am liebsten noch Baguette essen ohne davon aufzugehen wie ein Schwamm)

Ja wenn das man so einfach wäre, und wenn ich Bauchübungen nicht sooo sehr hassen würde.

14. Neue Stadtteile erkunden
Es gibt immer noch viel zu viele Teile von Paris die ich noch nicht kenne. Das sollte ich sobald wie möglich ändern.

15. Weniger Zeit am Handy
Würde ich mir eine dieser App’s runterladen wo man einen Baum pflanzt, welcher gedeiht in der Zeit wo man nicht am Handy ist..ich würde mir vorkommen wie Jack the Ripper.
Ich schreibe nun leider auch verdammt viele Ideen, Notizen, Mails und Blogbeiträge auf meinem Telefon, dadurch kommen am Tag leider viele viele Stunden zusammen. Zu viele. Eine konkrete Lösung habe ich noch nicht, aber ich werde eine finden.

16. Mehr Outfit’s für den Blog
Die Outfit Kategorie war immer eine meiner liebsten, und ist es auch immer noch – würde sie nur öfter gefüllt werden. Ich fühle mich einfach immer so ashamed jemanden nach einem Foto zu fragen. Obwohl das bei uns in der Klasse eigentlich recht normal ist. Die Mädels fotografieren sich alle immer gegenseitig in der Pause für ihre Instagram Profile. Ehrlicherweise muss ich sagen, das ist mir aber leider zu unprofessionell. Ich wähle gern die Location aus, passe darauf mein Outfit an (oder umgekehrt) und möchte dann Fotos mit meiner Canon machen. Und nicht einfach nur 5, sondern 300 unter denen sich dann hoffentlich 5 schöne befinden.

Sorry, aber Qualität muss sein.

17. Russisch lernen
Zumindest erst einmal das Alphabet. In Paris ist mir aufgefallen leben überraschend viele Russen. Besonders auf Instagram folge ich einigen Mädels die hier in Paris wohnen, Russinnen die sich von Zeit zu Zeit treffen um ihrem Hobby der Fotografie gemeinsam nachzugehen. Die sind aber nicht aufeinander aufmerksam geworden weil sie etwas alle einen schönen Instagram Account haben und irgendwie das gleiche tun, klar irgendwie schon, aber vor allem weil sie alle russisch sind. Dieses starke Band ist mir bei deutschen noch nie aufgefallen.

Früher hatte ich nie Interesse an russisch und bin im Nachhinein auch ziemlich froh mich in der Schule für Französisch entschieden zu haben. Dennoch mag ich den klang der Sprache und würde einfach und würde auch gern den Content einiger russischer Blogger denen ich folge verstehen können.

18. Frühstücken !!
Ja, ich der ultimative Frühstücksliebhaber bin vom Weg abgekommen, und das obwohl ich erst so spät zur Uni muss.

19. Fremde nach Fotos fragen
Wenn mich andere Leute auf der Straße nach Fotos fragen habe ich damit überhaupt kein Problem. Es ist für mich normal. Paris ist eine Touri Stadt also ist es auch selbstverständlich, dass Leute hier gern ein paar Erinnerungsfotos machen. Ich persönlich finde es aber suuuper unangenehm jemanden zu fragen “hey kannst du mal ein Foto von mir machen?”. Nicht nur weil ich mich selbst nicht als Tourist sehe (andere Leute offensichtlich auch nicht, da ich immer auf französisch angesprochen werde), es mir schlichtweg unangenehm. Dennoch ärger ich mich am Ende, wenn ich eine tolle Opportunity sehe für ein Bild, dann aber zu schüchtern bin um fremde Menschen anzusprechen.

Ich habe es jetzt schon so oft bei anderen auf Instagram gesehen, die allein irgendwo unterwegs waren und dann einfach jemanden gefragt haben. Das muss ich lernen ! haha

2o. Stay true..

Freunde verhalten sich oft nur so lange als Freunde wie man nicht weiter als 20 km entfernt wohnt. Das habe ich vor 3 Jahren verstanden und sortiere seitdem ohne Rücksicht auf Verluste mein soziales Umfeld auf.

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