One week in Paris

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Von vorne weg kann ich direkt sagen, dass ich dieser Stadt verfallen bin und mich jedes Mal wieder in dieses Abendteuer stürzen würde. Als es darum ging die Reise zu buchen fragt natürlich jeder „Mit wem fährst du denn ?“ bei der Antwort „Allein“ sind den meisten schon die Augen rausgefallen und mein „ Allein“ wurde unglaubwürdig hinterfragt. Ja ich reise allein, weil ich Lust dazu habe. Ich muss nicht unbedingt immer Menschen um mich rum haben um glücklich zu sein ich genieße es auch einmal ganz für mich zu sein. Klar, geh ich auch gern mit meinen Freunden weg und ich wäre auch gern mit einer Freundin verreißt, aber das hat sich eben nicht ergeben. Natürlich wurde auch fleißig gefragt „Warum denn allein ?“ und da ich die Frage schon zu oft beantwortet habe, werde ich sie nun hier noch einmal öffentlich für jeden beantworten. Für mich stand fest, dass ich nach Paris will, egal mit wem. Mit 2 Freundinnen hätte ich mir vorstellen können zu reisen, was leider auf beiden Seiten aus verschiedenen (privaten) Gründen nicht geklappt hat. Nicht weil niemand wollte, sondern weil es wirklich nicht ging. Meine Mutter hatte keinen Urlaub also konnte auch sie nicht mit. Ich entschied mich also schlussendlich allein zu reisen. Voller Vorfreude buchte ich alle nötigen Tickets und konnte den immer näher rückenden Tag der Abreise kaum mehr abwarten. Als ich dann Donnerstag Nacht mit meinem Köfferchen zum Bahnhof in Bielefeld schlenderte hatte ich schon ein bisschen Muffensausen, aber die Vorfreude überwiegte, denn endlich konnte ich wieder in DIE Stadt reisen. Auch in den nächsten 2 Stunden Zugfahrt huschte mir der Gedanke „Laura, du bist doch verrückt..was machst du hier eigentlich?!“ durch den Kopf, aber es ging alles gut. Check-in und Flug verliefen reibungslos, mein Koffer kam an (ich habe jedes Mal Angst, dass er verloren geht :D) und von CDG fuhr ich mit dem Roissy Bus direkt in die Stadt. Eigentlich hatte ich vorgehabt mit dem RER in die Stadt zu fahren, hab mich dann vor Ort aber doch für den Bus entschieden. Warum ?
Der Roissy Bus hat direkt vor meinem Terminal gehalten, ich brauchte also nur aus der Tür raus und einsteigen. Das Ticket ist etwas teurer (11€) als vom RER (9€), aber dafür habe ich etwas gesehen ! Der RER fährt unterhalb der Straße und ein Bus fährt (selbstverständlich) auf der Straße. Somit habe ich direkt ein bisschen Paris gesehen.

Metro
Der Roissy hält direkt an der Oper (geiles Ding!!!) und ihr könnt von dort aus theoretisch direkt in die Metro einsteigen. ACHTUNG ! Seid ihr so mega krass bepackt wie ich empfiehlt es sich entweder ein Taxi zu nehmen oder zu Fuß zu gehen. Tatsächlich sind die Gehwege in Paris sehr Kofferfreundlich. Ich habe mich am ersten Tag gegen die Metro entschieden und bin ca 2 km geradeaus zu meiner Wohnung gelaufen. Das mit den Tickets hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt. Ich hatte vor mir am Freitag eine Wochenkarte zu kaufen, was aber nicht ging, denn in Paris gelten die Wochenkarten nur von Montag bis Sonntag und man kann diese auch NUR am Montag kaufen (zumindest wurde mir der Kauf einer Wochenkarte für die kommende Woche am Freitag verwährt). Also habe ich am Sonntag ein „Paris visite“ Ticket für 5 Tage gekauft (35€) und am Donnerstag noch einmal ein 1 Tagesticket allerdings („Paris mobiles“) für 7€.
In den meisten Metro Stationen gibt es keine Rolltreppen, weswegen mir jetzt auch mega die Hände weh tun, denn ich durfte meinen 25 kg schweren Koffer unzählige Treppen hoch schleppen.
Mir persönlich hat Metro fahren sehr viel Spaß gemacht. Die Bahnen waren zwar räudig (es gibt nur wenige schöne) und immer überfüllt, aber das ist eben Paris mit all seinen Ecken und Kanten.

Air Bnb Wohnung
Meine Wohnung hatte ich über Air Bnb gemietet, weil mir selbst die „billigste“ Absteige zu teuer war. Die Wohnung hat für 7 Tage rund 400 € + 85€ Kaution gekostet, was zwar teuer war, aber selbst das „billigste“ und in meinen Augen schlimmste Hotel war teurer für eine Woche !!!
Da ich von einigen anderen schon viel positives über Air Bnb gehört habe beschloss ich einfach dort eine Unterkunft zu buchen. Mit der Vermieterin (die zur Zeit selbst auf Reisen war) hatte ich regen Mailkontakt, wo sie mir alles erklärte was ich wissen musste. Am Freitag konnte ich dann schon eine Stunde eher einchecken als vereinbart war, was mir natürlich super entgegen kam. Lison, die Freundin meiner Vermieterin kam vorbei, zeigte mir die Wohnung und erklärte mir kurz alles. Die Wohnung war wie beschrieben, sauber, hell und (für Pariser Verhältnisse) groß. Freundlicherweise wurden mir sogar Apfelsaft, Baguette und Kekse bereit gestellt. Nett, oder ? Die Wohnung lag direkt an der St. Ambroise Metro Station, im 11. Arrondissement und nur 600 Meter von der Charlie Hebdo Redaktion entfernt.
Auch wenn es ab und zu etwas lauter war oder zu komischen Zwischenfällen kam (könnt ihr euch im FMA ansehen) würde ich mir immer wieder eine Wohnung mieten (außer mir würde jemand einen Aufenthalt im Hotel schenken :D).

Sehr empfehlenswert
Wenn ihr nicht grad das erste Mal in Paris seid, und die typischen Touristensachen machen wollt, kann ich euch empfehlen auch mal über den Tellerrand hinweg zu schauen und in andere Viertel zu gehen. Das Ute Arrondissement ist sehr schön und nicht von Touristen überlaufen.
Im Jardin du Luxembourg war ich zwar bei Regen, aber dennoch ist er sehr empfehlenswert. Im Sommer und bei warmen Wetter zu 100 pro noch schöner. Auffällig ist, dass dort viele Bänke und Stühle stehen, die zu einem entspannten Nachmittag in Mitten bunter Blumen und einem großen Springbrunnen einladen.

Ein Touristenhighlight, welchem ich aber nicht entgehen konnte , war der Louvre. Obwohl ich schon mehrmals in Paris war, war ich noch nie im Louvre. Angefangen im Flügel „Sully“ war ich geflasht. Eigentlich war ich aufgrund der französischen und impressionistischen Gemälde dorthin gegangen, aber die Gemächer von Napoléon le 3eme (Bilder folgen) waren viel interessanter ! Wie sich das gehört war ich natürlich auch bei Liselotte (aka Mona Lisa). Diese jedoch hat mich überhaupt nicht beeindruckt. Sie befand sich im Flügel „Denon“ welchen besiedelt war von Rucksack Touristen und Selfie wütigen Schulklassen. Die Mona Lisa selbst hing an einer separaten Wand mitten im Raum von einem Glaskasten umhüllt. Dadurch verloren nicht nur die anderen Gemälde an Aufmerksamkeit, man konnte das italienische Werk noch nicht einmal richtig begutachten. Um viele Bilder hin ein Glaskasten drum, was ja auch verständlich war, trotzdem konnte man so nah rangehen, dass man die Arbeit des jeweiligen Künstlers bis auf den Pinselstrich begutachten und schätzen konnte. Vor Liselotte war aber eine 2 Meter Absperrung, so dass man sie nur aus der Ferne erahnen konnte. Schade !
Während ich im „Sully“ Flügel in manchen Räumen sogar allein war wurde ich im „Denon“ förmlich überrannt. Ich bin übrigens ca 15 Uhr in Louvre gegangen. Ihr müsst keine Angst haben zu spät dran zu sein, wenn ihr nicht direkt um 9 vor den Toren steht. In den 3 Flügeln verläuft sich alles ziemlich gut und man kann durchaus auch mal für sich sein.

Lieber meiden
Da die Champs- Élysées auch Sonntags geöffnet hat und ich absolut nicht wusste was ich machen sollte bin ich (dummerweise) dorthin gefahren. Davon würde ich euch aber abraten, da ich schon nach einer halben Stunde eine Wut in mir hatte die ich sonst nur bei Menschen ohne eigene Meinung verspüre.
Falls ihr vorhabt in einer der Luxusboutiquen einzukaufen solltet ihr euch auf Warteschlangen vor der Tür bereit halten und müsst dann wahrscheinlich hinter Rucksack Touristen anstehen, die gar nichts kaufen wollen, sondern einfach nur mal Luxusluft schnuppern möchten oder einfach mal reingehen und sagen zu können, dass sie drin waren. Soll’s ja geben..
Wie ihr merkt habe ich das ganze Treiben ein bisschen beobachtet und mir ein Bild von den Leuten vor Ort machen können. Im LaFayette konnte man ähnliche Szenen beobachten. Diesmal aber vor Chanel. Die kleine Chanel Boutique im LaFayette platzte aus allen Nähten vor kauffreudigen (?!) Kunden. Wie ihr vielleicht wisst, zieht Chanel demnächst die Preise an, oder ist vielleicht sogar schon dabei, deshalb kann ich mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass auf einmal jeder, der schon immer mal eine Chanel Tasche wollte nun dorthin stürmt und sich auch eine kauft. Wer das Geld dafür hat kann sie sich immer kaufen, egal ob 500 € teurer oder nicht.

Etwas weiter vorn bin ich ja bereits auf’s Louvre eingegangen. Wenn ihr kein großer Freund italienischer Malerei seid, und auch gern auf die Mona Lisa verzichten könnt, meidet diese Ecke ! Ich ging mit Kopfschmerzen nach Hause.

Einfach weil er das Wahrzeichen von Frankreich ist und ich ein schönes Polaroid für meinen Kalender schießen wollte pilgerte ich zum Eifelturm. Vielleicht habe ich einen dummen Tag erwischt (es regnete leicht), aber auch am Eifelturm habe ich schlechte Laune bekommen.
Alle 2 Meter wurde man angesprochen, ob man denn nicht einen scheiß billigen Eifelturm kaufen will und dann wird man von diesen Betrügen auch noch fast über den Haufen gerannt als sie vor der Polizei geflüchtet sind.
Wenn ihr also nicht direkt davor oder darunter stehen wollt sucht euch ein nahes ruhiges Plätzchen wo nicht ganz so viele Touristen sind.

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